Seit über einem Jahr wollte die Sippe der Katzenhaie nun schon einen Haijk machen: das Abzeichen war bereits bestellt, die vierspaltige Planungstabelle gefüllt – doch immer wieder passten die Termine nicht. Doch knapp ein Jahr später in 2026 war es nun so weit! 5 tapfere Jupfis und Alte Säcke machten sich auf den Weg. Startpunkt war der Netto in Hohenlockstedt. Nachdem ausgerechnet wurde wie viel Geld uns zur Verfügung steht, erfolgte der Einkauf. Auf 2ct genau wurden die gesammelten Gelder ausgeschöpft. Statt Salz gab es lieber noch eine Packung Gummibärchen mehr. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Schlotfeld. Freundliche Anwohner gaben uns Tipps für die Wegstrecke mit und so kamen wir noch im Hellen am ersten Lagerplatz an. Dort halfen noch zwei weitere Rover/Alte Säcke mit. Alle packten kräftig an, sodass bald drei Kohten im Garten standen. Dank Baustrahler konnten wir sogar noch erkennen, was schließlich im Topf zum Abendbrot brodelte. Ein müder Jupfi war in der Zwischenzeit bereits eingenickt. Aber an der Feuertonne war es warm genug, sodass noch alle gemeinsam ihr Abendbrot einnahmen. Vor dem Schlafen hörten wir noch davon, wie gut Gott uns kennt.
Gott, du erforschst mich und kennst mich. Ob ich sitze oder stehe, du weißt es; du verstehst meine Gedanken von ferne. – Psalm 139, 1-2
Und dann heißt es Gute Nacht. Moment! Haben denn schon alle Zähne geputzt? Jetzt aber schnell und dann wirklich: Gute Nacht.


Tag 2
In der Nacht hat es kräftig geregnet und auch die Wettervorhersage sah nicht gut aus, aber erstaunlicherweise ist es dennoch trocken geblieben. Zeit Eier für das Frühstück zu kochen. Ein Jupfi schwört sogar auf 3min-Eier – ob das wohl schmeckt? Wir dürfen drinnen frühstücken. Der Haferbrei kommt auch gut an, bloß das Abwaschen macht nicht ganz so viel Spaß. Wir erinnern uns vor dem loslaufen noch einmal: Gott sorgt für uns.
Die Orientierung mithilfe der Karte ist gar nicht so einfach. Wir laufen ein kurzes Stück zur Bundesstraße und kehren dann doch wieder um. Das war gar kein Weg der da eingezeichnet ist. Über Amönenwarte geht es weiter. Es gibt ein erstes Motivationstief: Manche Rucksäcke sind ziemlich schwer. Die Picco-Balla Pause im nächsten Waldabschnitt soll motivieren. Gerade rechtzeitig sind wir unter den Bäumen, als es zum ersten Mal einen kleinen Schauer gibt. Jetzt werden alle Süßigkeiten gezückt und großzügig Rucksäcke getauscht. Wir schlagen uns mit der Online-Karte durch ein Gestrüpp. Ab jetzt kommen immer wieder Schauer, aber dank der getauschten Rucksäcke ist nun die Laune wieder oben: Es werden Pläne für den Adventsspaziergang geschmiedet. Nach einer längeren Waldstrecke sind wir schließlich am Bismarckturm. Vor 14 Uhr! Das ist einen Applaus wert. Jetzt wird erstmal Mittag gessen. Chips mit Nutella, Chilli-Popcorn und für das gute Gefühl auch ein wenig Apfel und Brot. Damit wir für die zweite Hälfte motiviert und bei Kräften bleiben dürfen die schweren Rucksäcke mit einer anderen Mitarbeiterin im Auto zum nächsten Schlafplatz. Die Haijk-Truppe macht sich wieder auf den Weg. Die Karte ist nicht so einfach zu deuten und was hat es mit dem rosa Punkt auf sich? Das gilt es herauszufinden. Durch den Rampenwald hindurch, in der Nähe vom Hof Basten vorbei finden wir den gekennzeichneten Ort: Eine Bank mit Aussicht. Ein kurzer Stopp, bevor wir zum Endspurt aufbrechen.


Es geht noch einmal durch den Wald und nun ist unsere Gruppe an der Grenze: Noch 2,6km… noch 1,5km… noch 1km… ab hier zählen wir alle 100m mit und jede Minute die vergeht zählt. “Ich muss mich wirklich dringend hinsetzen.” heißt es, doch wir ziehen durch. Nur noch bis zum Hauptweg und dann bis zum Ende, um die Kurve, bis an die Straße und dann endlich endlich die steile Auffahrt hoch bis zum Schlafplatz! Sitzen hat sich noch nie so gut angefühlt. Und der Tee unserer Gastgeber kommt auch gerade richtig. Erstaunlicherweise ist bei Manchen nach einigen Minuten wieder genug Energie zum Trampolinspringen da. Die Anderen beginnen die nassen Kohten wieder aufzubauen. Diese sollen jetzt noch ein wenig von innen getrocknet werden und dann geht es nach Kartoffelpüree mit Würstchen wieder in die Schlafsäcke.
Tag 3
In der Nacht hat es kaum geregnet, alle sind trocken geblieben. Erstaunlich schnell bauen wir nun alle drei Kohten ab und sind dankbar, dass ein Mitarbeiter unsere Reste aufräumt, während wir – nachdem wir gestern eine Halbmarathonstrecke abgerissen haben – mit Autos zur Kirche gebracht werden. Hier besuchen wir noch den Gottesdienst, spielen ein Spiel zum Thema Schafe und schließlich zieht es alle wieder nach Hause zu ihren Betten.
Es war großartiger Haijk mit einem großartigen Gott an unserer Seite, der uns viel von dem versprochenen schlechten Wetter erspart hat. Wir sind auf jeden Fall bereit wieder haijken zu gehen!





